Solarpark Selterhof

Das ehemalige 45 ha große Militärgelände Selterhof diente 40 Jahre lang bis 1994 als Nachrichtenknoten und Depot. Bevor die Energiequelle GmbH auf dem Gelände einen Solarpark bauen konnte, übernahm sie zunächst den umweltgerechten Rückbau von 85 Gebäuden und einer Tankstelle. 2008 begann der Aufbau. Inzwischen erzeugen 284 Mover mit 9844 Photovoltaik-Modulen eine Gesamtleistung von 2,25 MWp. Der jährliche Ertrag beläuft sich somit auf 2748 MWh. Damit wird der jährliche Strombedarf von rund 600 Vier-Personen-Haushalten gedeckt.

Die Sonne als unerschöpfliche Quelle aller Energie
Alle auf der Erde existierenden Formen der Energie mit Ausnahme der Geothermie und der Gezeitenenergie, haben wir letztendlich unserem zentralen Gestirn, der Sonne, zu verdanken. Sie liefert pro Jahr die schier unvorstellbare Menge von ca. 108 Billionen Megawattstunden (1,08 x 1012 MWh) auf die Erde. Der weltweite Primärenergieverbrauch betrug im Jahr 2008 ca. 120 Mio. MWh. In anderen Worten: Jahr für Jahr liefert uns die Sonne beinahe das 10.000fache des weltweiten Bedarfs an Primärenergie, oder: das Kraftwerk Sonne liefert uns – ohne dafür eine Rechnung zu stellen – alle acht Minuten soviel Energie, wie die gesamte Erdbevölkerung in einem Jahr verbraucht. Und das noch viele Milliarden Jahre lang. Gelänge es der Menschheit, auch nur einen Bruchteil davon sinnvoll zu nutzen, so gehörten alle unsere Energiesorgen der Vergangenheit an.
Sonne zu Strom
Solaranlagen verwandeln die auf der Erde eintreffende direkte und diffuse Sonnenstrahlung in Wärme und/oder elektrischen Strom. Die Photovoltaik ermöglicht die direkte Umwandlung des Sonnenlichtes in elektrische Energie. Verantwortlich dafür ist der photoelektrische Effekt, der erstmals durch Albert Einstein beschrieben wurde, wofür ihm 1922 der Nobelpreis für Physik verliehen wurde.
Strom aus Sand
Die Photovoltaik verwendet heute im Wesentlichen zwei Technologien: Die sogenannte Dünnschicht-Technologie, bei der z.B. Cadmiumtellurid (CdTE) oder Kupfer-Indium-Selenid (CIS) in hauchdünnen Schichten auf Glasplatten aufgetragen wird, und die Silizium-Technologie. Der Grundstoff für Letztere ist Silizium, nach Sauerstoff das zweithäufigste auf der Erde vorkommende Element. Die Silizium-Technologie ermöglicht es also im wahrsten Sinne des Wortes Strom aus Sand zu gewinnen.
Potenzial in Deutschland
Im Süden Deutschlands liefert die Sonne im Jahresmittel rund 1.150 kWh/m2. In der Region Berlin/Brandenburg beläuft sich dieser Wert auf ca. 1.000 kWh/m2 und an den Küsten ca. 950 kWh/m2. Mit diesen Werten zählt unser Land zwar nicht zu den von der Sonne verwöhnten Gegenden unseres Planeten, dennoch ist es auch hierzulande möglich, beträchtliche Mengen an Strom und Wärme mit Hilfe der Sonne zu erzeugen. 2014 konnten mit Hilfe der Photovoltaik rund 35.200 GWh Strom produziert werden. Das entsprach einem Anteil von rund 5,7 % des deutschen Bruttostromverbrauchs, Tendenz steigend. Im Jahr 2013 wurde durch die Photovoltaik der Ausstoß von rund 21 Mio. Tonnen Treibhausgas (CO2-Äquivalenten) vermieden.

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